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Gebet

Guter Gott, das Volk Israel zog mit deinem Beistand 40 Jahre durch die Wüste. Auch Jesus verbachte 40 Tage vor seinem öffentlichen Wirken in der Wüste, um sich im Gebet zu stärken.

Du schenkst uns die gnadenreiche Fastenzeit, um uns neu auf dich auszurichten.

Verzichten heisst, etwas loslassen, sich auf das wesentlich im Leben besinnen, damit wir dir in unseren Nächsten begegnen können.

Begleite uns mit deinem Segen, damit wir in diesen 40 Tagen im Glauben wachsen können, durch Christus unsern Herrn. Amen.

 

 

Aus dem Sonntagsevangelium: Die Versuchung Jesu

Erfüllt vom Heiligen Geist, kehrte Jesus vom Jordan zurück. Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt, vierzig Tage lang, und er wurde vom Teufel versucht. In jenen Tagen aß er nichts; als sie aber vorüber waren, hungerte ihn. Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden. Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Da führte ihn der Teufel hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen und ich gebe sie, wem ich will.  Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören. Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. Darauf führte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich von hier hinab; denn es steht geschrieben: Seinen Engeln befiehlt er deinetwegen, dich zu behüten; und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Da antwortete ihm Jesus: Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Nach diesen Versuchungen ließ der Teufel bis zur bestimmten Zeit von ihm ab.

(EÜ 2016: Lk 4.1-13)

Quelle: Pixabay

 

Impuls

Dreimal verführt der Widersacher mit den Worten: «Wenn du….». Zwei mal schwingt diese Anfrage mit «Bist du wirklich Gottes Sohn? Dann…» Die Lüge tarnt sich mit der Wahrheit, den der Widersacher zitiert noch aus der Schrift, um die Lüge zur Halbwahrheit zu deklarieren. Er fordert sogar Jesus auf, sich vor ihm niederzuwerfen und anzubeten.

Anbetung gehört nur Gott allein und so stellt sich der Widersacher in die Position Gottes, die Autorität Jesus als Gottes Sohn untergräbt er und stellt sie in Frage und will so Jesus zu Fall bringen. Jesus Ehrerbietung gegenüber Gott entmachtet die Halbwahrheit des Widersachers.

Jesus entäussert sich als Gottes Sohn und besiegt die Lüge mit Demut, in dem er mutig sich zur Wahrheit bekennt und auf Gott verweist, aus dessen Fülle der Mensch das Leben empfängt. Eine Nahrung, die mehr als nur irdisches Brot ist.

 

Zur Besinnung: Was ist meine «geistige Nahrung», die mich seelisch stärkt?