Wie oft denken Sie nach der Entsorgung an Ihren Müll? Wahrscheinlich nicht sehr oft. Ganz anders ist das in den Philippinen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und der allgemeinen schwäche des Staats, ist das Entsorgungssystem zusammengebrochen. Grosse Metropolen wie Cebu City, eine Stadt mit 3.2 Millionen Einwohnern scheinen regelrecht im Müll zu versinken.
Die Armut im Land zwingt viele Menschen dazu, auf den gigantischen Mülldeponien oder wo immer sich derzeit der Müll anhäuft, im Abfall nach verwertbaren Sachen zu suchen, um diese zu verkaufen. Sie tun dies, weil sie keine andere Einkommensquelle für sich sehen. Früher haben sie direkt auf den Müllkippen ihre notdürftigen Behausungen errichtet. Das ist heute verboten und so sind in direkter Nähe der Müllkippen Slums entstanden, wo sich die Menschen auf armselige Weise Obdach errichtet haben. Die grosse Armut nimmt den Kinden die Zukunft genommen, da ihnen das Geld für die Schulbildung fehlt und ihr einziger Weg zum Überleben das wenige Geld, dass Sie aus der Mülltrennung verdienen darstellt.
Die Pfarrei St. Martin arbeitet bei unserem Pfarreiprojekt zusammen mit Steyler Missionare, um 450 Kindern bei den Müllkippen die Schulbildung zu ermöglichen. Wir unterstützen Kinder und Jugendliche aus Slums und gefährdeten Familien in Metro Cebu City vom Kindergartenalter bis Oberstufenabschluss. Wir machen es Familien finanziell möglich, ihre Kinder in die Schule zu schicken und verhindern armutsbedingte Schulausfälle. Dazu finanzieren wir Schulmaterialien, Uniformen, Gebühren Hausaufgabenbegleitung und Lernanreize. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass durch diese Begleitung fast keine der geförderten Kinder die Schule abbrechen, sondern sie erfolgreich abschliessen. Nur durch Bildung ist es einem Kind möglich, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Wir wollen den Kindern eine Chance auf ein Besseres Leben bieten und hoffen, dass unser Einsatz zu einem langfristigen sozialen Wandel weg von der Armut beitragen kann.